Gartenstauden

Gräser im Staudengarten

Ich habe es in der letzten Folge schon erwähnt, Gräser passen gut zu Farnen und mit beiden kann man Stauden-Pflanzungen wunderbar auflockern.

Auch nicht immergrüne Arten sehen über Winter hübsch aus und zudem bieten viele Halme den Insekten ein Winter-Quartier.
Deshalb ist es auch angebracht, die vertrockneten Halme erst im Frühling zu schneiden.
Bei manchen Arten diesen sie auch als Winterschutz.

Zu jede, Lebensraum der Stauden, den ich Euch vorgestellt habe, gibt es auch die passenden Gräser.
Z.B. Heimische Waldgräser, die man wegen ihrem Ausbreitungs-Drang etwas im Auge behalten muss.
Kleinere Arten harmonieren auch hübsch mit Farnen.
Wie immer bitte genau darauf achten, dass die Bedürfnisse der Pflanze zum Standort passen. Also in Bezug auf Trockenheit oder sauren / kalkhaltigen Boden.
Nur bei extrem wüchsigen bis wuchernden Arten darf man auch mal etwas forsch sein und sie außerhalb des Optimums pflanzen, dann werden sie weniger aufdringlich.

Besonders hübsch sind die Wald-Seggen mit verschiedenen Samenständen, wie z.B. Die Finger-Segge, die sich auch für trockene Standorte eignet.

Bei den Gräsern für den Gehölzrand wird die Auswahl dann riesig, weil sie teilweise auch Sonne vertragen.
Dazu gehören auch die Bamubs-Arten, auf die ich hier nicht näher eingehe, da sie schon fast eine Pflanzen-Klasse für sich sind.

Bei den Gräsern für Freiflächen gibt es auch hübsche fremdländische Arten, die für das Garten-Thema Prärie-Garten passen.
Darunter auch einige wirklich hohe Arten, die sich als Solitär-Stauden eignen, auch weil sie bis in den Winter hinein dominant bleiben.
Diese Gräser liefern übrigens auch wertvolles Mulchmaterial zur Beetabdeckung im Gemüsegarten (Miscanthus).

Für Lebensraum Beet sind besonders einige hübsche Arten für den Bauerngarten interessant. Viele davon sind heimisch. Manche haben weißbuntes Laub, manche sind auch immergrün.
Phalaris wurde viel in Sträußen und in Bauerngärten verwendet.

Auch für den Teich-Rand und sumpfige Zonen sind Gräser als Gestaltungselement unverzichtbar. Wer kennt nicht Schilf in seinen verschiedenen Formen.
Allerdings muss man hier wirklich Acht geben, dass es nicht alles andere verdrängt.

Für den Steingarten gibt es eine reihe von hübschen filigranen Gräsern. Hier gilt wieder ganz wichtig: Das Gras muss zum verwendeten Stein passen, also zwischen Kalkgestein und z.B. Buntsandstein unterscheiden und entsprechende Gräser wählen, die Trockenheit und mageren Boden vertragen, wo dieser auf Mauern gegeben ist.

Die meisten Gräser sind sehr pflegeleicht, immergrüne Gräser werden gar nicht geschnitten, nur etwas ausgezupft, falls überhaupt.
Manche Host artig wachsende Gräser freuen sich über eine Verjüngungskur durch Teilung. Ausläufer bildende Gräser müssen u.U. Immer mal wieder in ihre Grenzen verwiesen werden.

Bei der Auswahl spielen natürlich auch optische Faktoren eine Rolle. Informiert Euch also darüber, wie das Gras sich im Jahresverlauf entwickelt.
Ist es immergrün, wie sehen die Blütenstände aus? Ist das Blatt zweifarbig oder verfärbt es sich im Jahresverlauf? Stehen die Halme eher straff aufrecht und trotzen damit auch einer Schneeauflage oder wachsen sie eher breit? Wie hoch werden sie maximal?

Alle Angaben dazu findet Ihr in der Datenbank mit 173 Arten, wo Ihr dann weiter selektieren könnt.

Tabellenübersicht Gräser im Staudengarten
Detailansicht Gräser im Staudengarten

(1-5 Ziffern angeben)

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