Gartenstauden

Wuchernde Stauden

Stauden, die sich stark ausbreiten

Jeder kennt Pflanzen, die sich im eigenen Garten sehr stark ausbreiten. Ich rede hier nicht von unerwünschten Beikräutern (auch Unkraut genannt), sondern von Pflanzen, die man sich selbst in den Garten geholt hat und den Tag verflucht, wo man dies getan hat.

Und wenn man sich lange genug mit der Materie beschäftigt, wird man feststellen, dass Gartenfreunde, die auf anderem Boden gärtnern, diese Pflanzen ganz harmlos finden, aber dafür andere Stauden nicht in den Griff bekommen.

Der Fachbegriff für dieses Phänomen heißt Zeigerpflanzen.
Wenn eine Pflanze also in Deinem Garten besonders ausbreitungsfreudig ist, dann überlege als Erstes, was Dir das sagen will.
Zeigt sie Stickstoff an? Dann vielleicht etwas weniger düngen...
Oder Staunässe? Dann entweder für besseren Abfluss sorgen, oder wo das nicht möglich ist, einfach Stauden dazu gesellen, die das auch mögen.

Im Gemüsegarten ist es gerechtfertigt, den Boden bis zu einem Optimum zu verbessern, das den meisten Gemüsepflanzen zusagt.
Im Stauden-Garten würde das zu einem ständigen Kampfzustand führen.
Unser Ziel ist aber doch eine friedliche Koexistenz. Zumindest, wenn wir zu den Menschen gehören, die nicht so viel Zeit haben, ständig regulierend einzugreifen.

Wenn Du also eine Staude hast, die sich über das gewünschte Maß hinaus ausbreitet, dann mache Dir als erstes Gedanken, warum das so ist und als zweites, welche andere Stauden Du als Gesellschaft pflanzen kannst, die diesen Standort ebenso schätzt und sich durchsetzen kann.
Es macht wenig Sinn, in eine solche Kombination wertvolle Liebhaber-Stauden zu setzen, die so spezielle Bedürfnisse haben, dass sie an diesem Standort nicht durchsetzungsfähig sind.

In unserer Datenbank hast Du zwei Werkzeuge für dieses Thema: Einmal die Suche nach Pflanzen, die wuchern (z.B. Durch Wurzelausläufer).
Und zum anderen Pflanzen, die sich stark versamen.

Beide Eigenschaften können erwünscht sein: Mit Pflanzen, die schnell Ausläufer bilden, kann man große Flächen kostengünstig und ohne viel Arbeitsaufwand begrünen.
Man solle aber versuchen, mehrere dieser Kandidaten zu kombinieren, damit es nicht zu eintönig wirkt. Dazu kann man kleine robuste Sträucher gesellen, die sich ganz sicher nicht unterkriegen lassen.

Pflanzen, die sich bereitwillig versamen, sind Gärtners Überraschungsei.
Erstaunlich, wo sie überall auftauchen und welche breite Toleranz bezüglich Licht sie häufig haben.
Solche Pflanzen können wunderbare Bilder zeichnen, aber sie sind nichts für Kontroll-Freaks, die die Krise kriegen, weil eine Akelei in unpassender Farbe zwischen farblich abgestimmten Beetstauden auftaucht.

Wichtig ist, dass Du solche Pflanzen kennst und dass Du bereit bist, Dich entweder per Zufallsprinzip erfreuen zu lassen, oder manchmal regelnd eingreifst.

Und bedenke, dass man sich nicht immer Freunde macht, wenn man Ableger oder Samen solcher Pflanzen ohne entsprechenden Warnhinweis verschenkt.

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