Lichtverhältnisse

Die Lichtverhältnisse sind genau zu beobachten. Sie können durch verschiedenste Faktoren beinflußt sein:

  • Gebäude (auch auf dem Nachbargrundstück
  • Mauern oder Hecken
  • Bäume (auch auf dem Nachbargrundstücke)
  • Ausrichtung zur Himmeslrichtung
  • (nicht in unseren Breitengraden: extrem kurze Tage in Pol-Nähe)

Man unterscheidet folgende Licht-Verhältnisse:

Sonnige Standorte: 
Hier unterscheidet man nochmals zwischen Standorten für Vollllicht-Pflanzen, die uneingschränkte Sonneneinstrahlung wünschen und vertragen und Lichtpflanzen, die im Sommer zwischen 9 und 15 Uhr mindestens 4 Stunden Sonne benötigen
Pflanzen, die sich für Vollsonnige Standorte eignen, sind meist durch besondere Gestalt an die (auch sehr trockenen) Verhältnisse angepaßt.
Sie haben ein dichtes Feinwurzel-Netz, kleine Blätter, Dornen statt Blätter oder eine Wachsschicht, bzw. Haare auf den Blättern.
Extreme Anpassung haben Sukkulente (z.B. Opuntien) durch die Ausbildung von Wasserspeicher-Organen.

Absonnige Standorte:
Diese liegen weder im direkten Schatten, noch werden Sie vom vollen Sonnenlicht getroffen. Das können nordseitig ausgerichtetet Hanglagen sein oder wenig besonnte Seiten von Trockenmauern sowie Gehölzränder mit mehr als halbschattiger aber noch nicht sonniger Lage.
Diese Standorte eigenen sich für viele Immergrüne Pflanzen, die vor allem unter Wintersonne leiden und eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben.

Halbschattige Standorte. 
Liegen zwischen absonnigen und schattigen Standorten

Schattige Standorte:
Standorte, die nur 1-20% des vollen Lichtes bekommen.
Diese Standorte haben höchstens vor 9.00 oder nach 15.00 Uhr Sonnenlicht.
Pflanzen sind häufig durch besonders große, dunkelgrüne (viel Chlorophyll), zarte Blätter an schattige Standorte angepaßt.
Sie besitzen einen geringeren Verdunstungschutz als Pflanzen sonniger Standorte, so daß sie auf den schattigen Standort unbedingt angewiesen sind.
Andere Pflanzen können Schattern vertragen, können aber auch auf sonnigeren Standorten gedeihen. Diese Pflanzen eignen sich für Neuanlagen, wenn die schattenspendenden Gehölze noch sehr klein sind.
Man unterscheidet durch Bäume und durch Gebäude bzw. Mauern geprägte Schattenstandorte, die sich in einigen Punkten unterscheiden:

 

  Baumschatten Gebäudeschatten
Boden Bäume sind Konkurrenten in Nahrung und Wasser, liefern aber Laubhumus keine Konkurrenz aber auch keine Humuslieferung
Luft-Feuchte durch Verdunstung höher kein Unterschied
Tropfenfall stark keiner
Lichtverhältnisse schwanken im Jahresverlauf, im Frühjahr vor dem Laubaustritt oft heller.Bäume sind ganzjährig etwas Lichtdurchlässig.
geringer Streulichteinfall
regelmäßige Verhältnisse im Jahresverlauf.Gebäude sind absolut lichtundurchlässig im Gegensatz zu Laubbäumen.
größerer Streulichteinfall
Wurzeln Starke oberflächennahe Durchwurzelung behindert Unterwuchs keine Durchwurzelung
Temperatur wenig Tab-Nacht-Schwankungen größere Tag-Nachtschwankungen

 

(1-5 Ziffern angeben)

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