1. Standort einschätzen

Die Lebensbereiche

In der Natur leben Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen gemeinsam in gleichen Lebensräumen. Diese Nachbarschaftsverhältnisse sollte man auch in den Garten übertragen, um möglichst stabile und pflegeleichte Bepflanzungen zu erhalten. Teilen Sie Ihren Gartenplan erst in die unterschiedlichen Lebensbereiche ein und unterscheiden Sie hier noch nach Lichtverhältnissen und Bodenfeuchtigkeit.

Der Lebensbereich "Beet"  

Stauden mit besonders farbenprächtiger Blüte - meist handelt es sich um Züchtungen - finden hier Ihren Platz. Diese Pflanzen haben besondere Ansprüche und sind pflegeintensiver, als die Stauden anderer Lebensbereiche:Sie benötigen offenen, nährstoffreichen und gelockerten Boden.Viele Arten sollten alle paar Jahre geteilt werden.Sie werden mit größerem Abstand gepflanzt. Derart eigene Charaktere wollen unter sich bleiben und nicht mit Wildstauden kombiniert werden. Beete legen Sie an übersichtlichen Stellen des Gartens und bevorzugt in Hausnähe an, dann können Sie die nötigen Pflegearbeiten leicht durchführen. Und die  schönen, vielfach duftenden Stauden kommen gut zur Geltung. Beetstauden eignen sich gut zum Anlegen von "Themengärten" wie Bauerngärten, Duftbeeten oder Pflanzungen speziell zur Anzucht von Schnittstauden.

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Beet
 

Der Lebensbereich "Freiflächen"

Freiflächen sind alle sonnigen Flächen im Garten ohne Baum- oder Strauch-Bewuchs. Hier finden weniger anspruchsvolle Pflanzen - vor allem Wildstauden - ihren Platz. Der Boden wird gelockert, aber nicht gedüngt. Die Pflanzen werden so gepflanzt, daß sie nach einiger Zeit eine geschlossene Fläche bilden und Fremdbewuchs kaum mehr Chancen hat.Bodendecker können hier einen Rasenersatz darstellen.Ein besonderer Standort sind Schotterflächen mit geringem Humusanteil und duchlässigem Boden. Sie sind besonders pflegeleicht.

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Freifläche
 

Der Lebensbereich "Gehölz"

Richtige Gehölzstandorte finden sich in normalen Hausgärten selten.Jedoch sind Pflanzen aus diesem Lebensbereich auch geeignet für schattige Bereiche an Mauern oder Hauswänden, wenn entsprechende Vorbereitungen getroffen werden:Gehölzstauden lieben Waldhumus und einen nährstoffreichen, lockeren  Boden. Der Standort sollte luftfeucht und kühl sein, um Stauden mit zarten Blättern zu behagen.Mit Bodendeckern in verschiedener Blattfarbe und -form lassen sich hier abwechslungsreiche und pflegeleichte Flächen gestalten. Immergrüne Pflanzen sorgen für ganzjährige Attraktion.Wenn Sie ein neues Gehölz mit Bäume und Sträuchern anlegen, ist dieser Standort für die meisten Gehölz-Stauden noch nicht geeignet. Greifen Sie dann besser auf Arten des Gehölzrandes zurück .

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Gehölz
 

Der Lebensbereich "Gehölzrand"

Natürlich sind die Ansprüche der Stauden für den Gehölzrand denen für das Gehölz sehr ähnlich.Jedoch sind die Ansprüche an Humus und Luftfeuchtigkeit etwas geringer. Der Standort Gehölzrand ist sehr vielseitig, da man zwischen sonnigen und schattigen Gehölzrändern unterscheidet.Pflanzen für den Gehölzrand können Sie natürlich ebenso an Mauern und Hauswänden sowie an Hecken pflanzen. Der Boden sollte mit Humus angereichert sein.Gehölzränder eignen sich gut für eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Pflanzen. Insekten und Vögel werden sich freuen!Eine gelungene Bepflanzung mit Stauden, die sich selbst reichlich versamen und einen dichten Bewuchs ergeben, ist auch pflegeleicht.

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Gehölz
 

Der Lebensbereich "Steingarten"

Die Plätze im Garten, die mit Steinmaterial angelegt sind bieten verschiedene Lebensräume für Gebirgs- und Felspflanzen.Viele Steingarten-Stauden haben ganz besondere Ansprüche an Temperatur-, Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse und benötigen besondere Sorgfalt und Kenntnisse.In unseren Tabellen finden Sie robuste Stauden, die auf Mauern und in Fugen wachsen, aber auch auf sonstigen steinigen Flächen.

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Steingarten
 

Der Lebensbereich "Wasser"

Der Lebensbereich Wasser ist äußerst vielseitig. In unseren Tabellen stellen wir Ihnen Pflanzen für drei unterschiedliche Feuchtigkeitszonen vor: Pflanzen für feuchte bis nasse Standorte in WassernähePflanzen für Flachwasserzonen bis 30 cm TiefeWasserstauden für eine Tiefe ab 30 cm Mit heimischen Stauden in und am Wasser können Sie schöne naturnahe Bepflanzungen gestalten. Jedoch müssen Sie bedenken, daß diese Pflanzen meist einen erstaunlichen Ausbreitungsdrang haben. Um Teile der Wasseroberfläche offen zu halten, muß man hier regulierend eingreifen.

>>Liste mit Stauden für den Lebensbereich Wasser
 

Lichtverhältnisse:

sonnig:

Die Sonne erreicht diesen Standort ganztags oder zumindest während der wärmsten Zeit des Tages.

 
 

absonnig:

Der Bereich ist die meiste Zeit des Tages sehr hell, jedoch während der heißesten Zeit vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Bereiche auf bis zu 30% nördlich geneigten Flächen sind ebenfalls absonnig.

>>Liste mit Stauden für sonnige und absonnige Standorte
 

halbschattig:

Flächen, die durch Gebäude oder Gehölze in östlicher oder westlicher Richtung ca. halbtags und vor allem während der Mittagsstunden beschattet werden.

>>Liste mit Stauden für halbschattige Standorte
 

schattig:

>>Liste mit Stauden für schattige Standorte
 

Flächen, die ganztags im Schatten von Gebäuden oder Gehölzen liegen.

Bodenverhältnisse:

Um abschätzen zu können, welche Pflanzen für Ihren Garten geeignet sind, müssen Sie die Bodenfeuchtigkeit nach vier Abstufungen unterscheiden:

trocken:

Der Boden fühlt sich fast immer trocken an. Trockenen Boden findet man in sonnigen Hanglagen bei gutem Wasserabzug oder im Regenschatten von Gebäuden.

>>Liste mit Stauden für trockenen Boden
 

frisch:

Meist fühlt sich der Boden etwas feucht an, zeitweilig kann er aber auch trocken sein oder viel Feuchtigkeit enthalten. Normaler Gartenboden ist frisch.

>>Liste mit Stauden für frischen Boden
 

feucht:

Der Boden ist fast ganzjährig feucht. Diese Verhältnisse findet man in grundwassernahen Lagen. Feuchter Boden läßt sich in der Hand formen ohne zu zerbröckeln.

>>Liste mit Stauden für feuchten Boden
 

naß:

Nasse Böden erkennt man daran, daß eine Grube sich mit Wasser füllt, weil mehr Wasser vorhanden ist, als der Boden aufnehmen kann.Im Lebensbereich "Wasser" müssen Sie zusätzlich noch Flachwasser bis 30 cm Tiefe und Wasser ab 30 cm Tiefe unterscheiden. Die meisten Pflanzen haben eine gewisse Toleranz in Ihren Feuchtigkeitsansprüchen. Eine Pflanze, die für trockenen Boden geeignet ist, verträgt in den meisten Fällen auch frischen Boden. Jedoch gilt diese Regel nicht umgekehrt!

>>Liste mit Stauden für naßen Boden

>>  Stauden -Planung 2. Schritt
 

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