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4. Schritt:Erstellen Sie einen Bepflanzungsplan! 

  Vorarbeiten vor dem Zeichnen
  Welche Materialien braucht man zum Zeichnen?
  Übersichtspläne und Detailpläne
  Welcher Maßstab eignet sich?
  Aufzeichnen eines Hilfrasters
  Standort von Leitpflanzen, Begleitpflanzen und Füllpflanzen
  Endgültige Stückzahlen der Pflanzen ermitteln
 

Überprüfen der bisherigen Planung

  Hier erfahren Sie, warum Bepflanungspläne wichtig sind und wie sie erstellt werden.
Bepflanzungspläne legen fest, wo und in welchem Abstand Pflanzen vorgesehen sind. Sie werden maßstabsgerecht gezeichnet, damit man alle Proportionen bereits auf dem Papier überprüfen kann.
Bepflanzungspläne sorgen dafür, daß die eigentliche Bepflanzung schnell geschehen kann, weil alle Vorüberlegungen abgeschlossen sind. Bepflanzungspläne helfen, den exakten Pflanzenbedarf auszurechnen und Fehlkäufe zu vermeiden. 
  Vorarbeiten vor dem Zeichnen (Zusammenfassung der ersten  Schritte):
  >> Festlegen, wo im Garten Staudenbeete vorgesehen sind
  >> Klären, um welche Lebensbereiche es sich hier handelt
>> Licht- und Feuchteverhältnisse feststellen.
  >> Einteilung der Staudenflächen in Beete mit gleichen Standortverhältnissen.
   (Information dazu auf der Seite "1. Schritt"   Standort!)
  >> Vorüberlegungen zum gewünschten Stil des Gartens
 

a) Welche Blütenfarben sind zu welcher Jahreszeit erwünscht?
b) Soll der Kinder wegen auf giftige Pflanzen verzichtet werden?    
c) Wird besonderer Wert auf Pflanzen für den Natur- Duft- Bauern- oder  
Schnittpflanzengarten gelegt?
d) Soll der Garten besonders pflegeleicht sein und deshalb Bodendecker große   Flächen bedecken?
e) Soll der Garten gewollt verwildert wirken, dadurch, daß die Pflanzen sich selbst
versamen?

  (Information dazu auf der Seite "2. Schritt" Eigenschaften!)
  >> Die geeigneten Pflanzen suchen mit Hilfe der   Stauden -Datenbank
  Die Staudendanbank enthält 3500 Stauden, wobei es sich zum Teil um  Liebhaber-
Pflanzen mit speziellen Ansprüchen handelt. Hier können Sie bestimmte   Suchkriterien eingeben und erhalten dann die geeigneten Pflanzen.
 

>> Wählen Sie im Suchergebnis die Pflanzen aus, die Ihren Vorstellungen entsprechen
>> Sortieren Sie diese nach der Größe.

 

>> Wie ordnet man die Pflanzen zu einem harmonischen  Gesamtbild an?    Legen Sie für jede ausgewählte Pflanze fest, ob es sich dabei um eine Leitpflanze,
Begleitpflanze oder Füllpflanze handelt.
Beachten Sie, daß es sich dabei um eine relative Einteilung handelt.
Eine Pflanze, die in einer Pflanzengruppe als Leitpflanze dominiert, hat eventuell in einer anderen Gruppe keine herausragende Stellung.
Verglichen werden Pflanzen, die zur selben Jahreszeit blühen.  
(Information dazu auf der Seite "3. Schritt"  Eigenschaften und weiter unten auf dieser Seite "Standort von Leitpflanzen, Begleitpflanzen und Füllpflanzen festlegen" !)

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  Welche Materialien braucht man zum Zeichnen?
  >> Stifte:
  a) Bleistift (mittelweich) zum Vorzeichnen
b) Filzstift, schwarz, mit dünner Miene zum Nachzeichnen
 c) Buntstifte zum Darstellen der Blütenfarbe
  >> Papier:
  a) Normales weißes Schreibpapier
b) Transparentpapier in einfacher Qualität für Entwürfe
 c) Stärkeres Transparentpapier zum Kopieren oder Lichtpausen des endgültigen Plans
  >> Lineale:
  a) Zeichendreieck zum Winkelzeichnen
b) längeres Lineal, ca 30 cm
  >> Schablone zum Zeichnen von Kreisen
im Durchmesser von ca 0,3 bis 2 cm Durchmesser

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  Übersichtspläne und Detailpläne:
Um die Lage der Bepflanzungspläne im Garten genau festzulegen, benötigen Sie einen Übersichtsplan.
Aus diesem geht die Lage der Gebäude und der Wegverbindungen hervor. Auch größere Bäume und Sträucher sind hier eingezeichnet.
Licht- und Schattenverhältnisse lassen sich hier ablesen.
In diesem Plan werden die Beete mit gleichen Standortverhältnissen eingezeichnet und mit einem eindeutigen Namen versehen.leer.GIF (811 Byte)  
 

Welcher Maßstab eignet sich?
>> Übersichtsplan: 1:100
>> Detailplan:    1:20 - 1:50 

   

>> Hilfraster
Der Bepflanzungsplan sollte mit einem Hilfsraster überzogen werden. Den Abstand wählt man so, daß er 1 Meter in der Natur entspricht, bei einem Maßstab von 1:20 beträgt der Abstand der Hilfslinien auf dem Papier dann 5 cm.
Dieses Raster erleichtert es, die nötigen Pflanzabstände einzuhalten, Proportionen abzuschätzen und den Mengenbedarf an Pflanzen zu ermitteln.Bei der späteren Pflanzung kann dieses Raster auf die Beete übertragen werden z.B. durch eine dünne Linie aus Urgesteinsmehl oder Algenkalk oder kleine Pflöcke angezeigt werden. Das hilft, den Plan in die Realität zu übertragen.

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Standort von Leitpflanzen, Begleitpflanzen und Füllpflanzen festlegen:

Wenn Sie alle Punkte bereits abgehakt haben, die unter Vorarbeiten aufgeführt sind, ist es jetzt an der Zeit, ins Detail zu gehen.

>> Pflanzen auf´s Papier zu bringen.
Beginnen Sie skizzenartig, ohne sich über Mengenbedarf und Pflanzabstände Gedanken zu machen. Achten Sie alleine auf harmonische Farbzusammenstellungen und abwechslungsreiche Höhenstaffelung.
>> Faustformel : Pflanzen, die im Frühjahr blühen, werden auf dem Staudenbeet weiter hinten plaziert, da sie nach der Blüte oft wenig attraktiv sind. Niedrigere Spätsommer- und Herbstblüher kommen im Vordergrund in die "Zweite Reihe". Für die "Erste Reihe" wählen Sie aus den Einfassungspflanzen aus, die während der ganzen Saison schön aussehen.
Zuerst werden die Leitstauden der jeweiligen Jahreszeit plaziert.  Verwenden Sie als Leitstauden nicht mehr Arten als unbedingt nötig. Wiederholen Sie die Leitstauden einer Art mehrmals in rhythmischer Folge auf dem Beet. Abwechslung bringen Sie in´s Bild, indem Sie eine Art in verschiedenen Farbsorten wiederholen. Klassisches Beispiel wäre Rittersporn in weißen und blauen Sorten.

>> Faustformel : Je fortgeschrittener die Jahreszeit, desto größer der Platzbedarf der Einzelpflanzen, die als Leitstauden vorgesehen sind. Auch einzelne kleine Solitärgehölze können die Aufgabe der Leitstauden übernehmen. Sie gliedern das Beet ganzjährig.Zu den Leitstauden geben Sie die Begleitstauden, die in Farbe, Höhe und Blütezeit harmonieren. Verbleibende Lücken werden mit passenden Füllpflanzen bepflanzt.

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  >> Beispiel für den Grobentwurf eines Bepflanzungsplans:
Der Standort der Leitstauden für die verschiedenen Jahreszeiten wird eingezeichnet
(Bitte klicken Sie wiederholt auf den Schaltknopf unter dem Bild!)
 

 

  >> Endgültige Stückzahlen der Pflanzen ermitteln:
Nachdem nun feststeht, wo welche Pflanzenarten stehen sollen, müssen noch die tatsächlichen Stückzahlen ermittelt werden.Bisher wurden die Standorte nur durch grobe Umrisse dargestellt. Die Umrisse können koloriert werden um die jeweilige Blütenfarbe zu zeigen. Blattschmuckstauden werden grün dargestellt.

 

(Abstand des Quadratrasters entspricht 1 m in der Natur

  Jetzt wird ein genauer Plan erstellt, aus dem die genauen Stückzahlen der Pflanzen hervorgehen:Der Detailplan wird mit einer Legende versehen, aus der die genaue Bezeichnung der Pflanzenarten und Sorten sowie der Mengenbedarf hervorgeht.Die Verwendung botanischer Pflanzennamen ermöglicht eindeutige Bestellungen bei den Lieferanten ! 
  detail.gif (10416 Byte)

A."B" Astilbe x arendsii "Brautschleier" 6 St.

A."C"

Astilbe x arendsii "Cattleya" 6 St.
A.d."Z" Aruncus dioicus "Zweiweltenkind" 3 St.
A.n. Aconitum napellus 3 St.
B. Bergenia cordifolia 3 St.
C.

Campanula poscharskyana

16 St.
G. Geranium macchorizum 6 St.
H. Hosta plantaginea 9 St.
L.s. Luzula sylvatica 5 St.
 
 
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  Überprüfen der bisherigen Planung:

Um zu prüfen, ob die bisherige Planung gelungen ist, gibt es verschiedene Darstellungsmethoden.
Wir stellen Ihnen zwei Methoden vor und zwar anhand des Detailplans aus unserem Beispiel.
  >> Blütendiagramm

Frühjahr Frühsommer Sommer Herbst

A."B"

       
A."C"        
A.d."Z"        
A.n.        
B.        
C.        
G.        
H.        
       
L.s.        
  Bei Betrachtung des Blütendiagramms zeigt sich, daß im Sommer drei Pflanzenarten weiß blühen, zu den anderen Zeiten jedoch keine. Dies sollte man evt. noch ändern.
  >> Höhendiagramm:
Das Diagramm gibt die Höhe im blühenden Zustand wieder.
Der Bepflanzungsplan wird dazu um 30-60 Grad gedreht. Auf einem Transparentpapier wird der Umriß nochmals aufgezeichnet. Dann trägt man für jede Pflanze einen maßstabsgerechten Balken für ihre Höhe ein.Jede Pflanzenart stellt man in einer anderen Farbe dar, z.B. auch in Ihrer Blütenfarbe.Das Diagramm entspricht nicht ganz der Realität, weil nicht alle Pflanzen gleichzeitig ihre maximale Höhe erreichen. Man müßte das Diagramm für jede Jahreszeit erstellen und dann die nicht blühenden Pflanzen in ihrer derzeitigen Höhe darstellen. Aber für eine ungefähre Schätzung der Proportionen ist das Höhendiagramm ausreichend. Wir stellen es wieder an Hand des Beispiels aus dem Detailplan dar.
 

hoehedia.GIF (23200 Byte)

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